Wortschätze Neuigkeiten
 Die Paparazzis Neuigkeiten
 Do it yourself! Neuigkeiten
 Mixed Zone Neuigkeiten

Die Geschichte des FC Sachsen Leipzig

1985 - 1990: Die Zeit der Wende

 

Zeitsprung ins Jahr:

1899-1950

1950-1963

1963-1970

1970-1985

1985-1990

1990-1995

1995-2001

 

1985/86: Knapp daneben ist auch vorbei

Nach dem erneuten Abstieg begannen die üblichen Wechselspielchen. Die Routiniers gingen und eine mit Nachwuchsspielern verstärkte Rumpfelf wagte sich an das Unterfangen Wiederaufstieg heran. Am Ende scheiterte man knapp und blieb ein Jahr länger in der Liga. Und da sollte es noch ganz schön eng werden...

1986/87: The Worst of...

Das Jahr, das als das wohl schlechteste der BSG in die Annalen eingehen soll. In einer schwachen Saison stand man als Aufstiegskandidat kurz vor Ende noch mitten in der Abstiegszone, doch die Neuverpflichtung Jörg Engelmann sollte sich bezahlt machen. In den letzten Spielen schoß der sieben Tore und rettete damit Chemie vor dem Absturz in die Bezirksliga

1987/88: Verständnisprobleme

Es begann vielversprechend: 11 Spiele in Folge ungeschlagen und Dr. Horst Slaby, seines Zeichens DHfK Wissenschaftler, als neuen Trainer verpflichtet. Den neuen, positiven Kräften blies aber ein eisiger Wind ins Gesicht, denn die Chemie bei CHEMIE stimmte gar nicht. Zitat Leutzscher Legende: "Junge gegen Alte, Neue gegen Etablierte und jeder gegen jeden" - so die Situation. Trotz alledem erreichte man noch Platz 6, was zwar nicht die Welt war, aber endlich wieder Selbstvertrauen geben sollte.

1988/89: Wieder kaum Glanz

Endlich konnte man wieder auf das richtige Gemisch zurückgreifen. Ältere Führungsspieler wie Weiß, Saumsiegel und Illge konnten sich mit den Talenten zusammenraufen und legten eine akzeptable Saison hin. Doch hinter den Kulissen kochte es, Trainer Slaby wurde gechaßt, als sein Co einen folgenschweren Wechselfehler beging. So kam wieder Unruhe in die Mannschaft und am Ende war es dann doch wieder nur ein sechster Platz.

1989/90: Fußball im wilden Osten

In dieser Saison gab es neben dem Fußball noch andere Höhepunkte, die nicht ohne Folgen bleiben sollten. Die Wende überrollte das Land und auch für die BSG Chemie Leipzig sollte es ein besonderes Jahr werden - nämlich das letzte. In der Liga kämpfte man sich auf Platz Zwei, was auch fast gereicht hätte, denn eine Reform der Oberliga hätte es ermöglicht, das Chemie nun doch noch als Staffelzweiter direkt hätte aufsteigen können. Wie gesagt hätte, denn dieser Plan wurde von den Vertretern der Klubs abgelehnt und die Mehrheitsverhältnisse taten ihr übriges.

Und wie in allen bewegten Zeiten kochten die ersten Fusionsgerüchte hoch. Der wohl konträrste kam vom Lokvorsitzenden Peter Gießner, der sich für eine Fusion von BSG und FCL stark machte. Natürlich lehnten das die Mitglieder der BSG ab, denn keiner wollte die Leutzscher Traditionen zu Gunsten sportlichen Wohlstandes abgeben.

Doch nicht nur Probstheida war als Fusionspartner in den Schlagzeilen, auch Ligakonkurrent Chemie Böhlen wurde hinter vorgehaltener Hand genannt. Die Böhlener sollten Probleme mit der finanziellen Deckung ihrer Saison haben und da dachte schon manch einer an die Übernahme der Leistungsträger. Bis Böhlen die Deckung des Etats vermeldete und alles so weiterlief wie bisher.

Unterdessen war ein neuer Mann an Chemie´s Spitze gekommen. Wolfgang Stamm wollte reformieren und fing beim Namen an. Da die ehemaligen Trägerbetriebe signalisierten, das sie die finanzielle Unterstützung einstellen wollen, brach für den neuen Präsidenten auch das letzte nominelle Argument für "BSG Chemie" weg. Ein neuer Name mußte her und "Chemie" verbot sich ja aus Umwelt- bzw. Imagegründen von selbst.

So entschied man sich auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 31. Mai 1990 für den Namen "FC Grün-Weiß Leipzig 1990 e.V." Das war das Ende für Chemie Leipzig, gegen den Protest der Fans, die den alten und traditionsreicheren Namen bevorzugten.

Eine 1:2 Niederlage in Suhl war das einzige Punktspielergebnis des FC Grün-Weiß.


Zur Sitemap

Nach oben